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Böhmische Schnitten: Der Zauber des häuslichen Backens mit Eleganz

Die Geschichte eines Rezepts, das Generationen überlebt hat: Gräfin-Schnitten als Symbol für ehrliches Backen

In den tschechischen Küchen hat jedes Familienrezept seine eigene Geschichte. Einige entstanden aus Bescheidenheit, andere aus Freude. Und dann gibt es solche, deren Geschichte bis zu adeligen Tafeln zurückreicht. Gräfin-Schnitten sind genau die Art von Dessert, die einen Eindruck von Noblesse erwecken und dennoch ein einfacher, hausgemachter Kuchen sind, der die Herzen von Generationen erobert hat. Kaum ein Kuchen verbindet nämlich die Zartheit des Mürbeteigs, die Saftigkeit der Äpfel und den Eischnee mit solcher Eleganz wie dieser.

Dabei klingt ihr Name fast geheimnisvoll. Wer war diese Gräfin? Und warum gerade „Schnitten"? Sicher ist eins – hervorragende Gräfin-Schnitten haben einen festen Platz in der tschechischen kulinarischen Tradition. Obwohl der Ursprung nicht genau bekannt ist, hat sich das Rezept als fester Bestandteil in den Notizbüchern unserer Großmütter und modernen Food-Blogger etabliert. Während manche auf die Version ihrer Großmutter aus Vysočina schwören, kennen andere die Gräfin-Schnitten nach Maršálek, einem bekannten Konditor, der moderne Variationen traditioneller Rezepte vorstellt.

Sicher ist, dass ein qualitatives Rezept für Gräfin-Schnitten auf einem großen Blech heute ein kleiner Schatz ist – ideal für Feiern, Familientreffen und Sonntagnachmittage, wenn eine große Besucherrunde zusammenkommt.

Was macht die Gräfin-Schnitten besonders?

Auf den ersten Blick erinnern sie an einen Linzer Kuchen mit Äpfeln, aber tatsächlich haben sie viel mehr Schichten – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Basis bildet ein zarter Mürbeteig, normalerweise aus drei Grundzutaten: Mehl, Zucker und Butter. Oft wird dem Teig auch Eigelb oder Sauerrahm für eine bessere Struktur hinzugefügt. Die Hälfte des Teigs wird auf das Blech verteilt, darauf kommt eine Schicht geriebener Äpfel, leicht gewürzt mit Zimt und Zucker. Dann folgt ein sanft geschlagener Eischnee, der dem Dessert Leichtigkeit verleiht. Zum Schluss wird der restliche Teig darüber gerieben, was dem Kuchen eine knusprige Textur und ein ästhetisch ansprechendes Aussehen verleiht.

Gerade der Kontrast zwischen der saftigen Apfelfüllung, dem luftigen Eischnee und der zarten Oberfläche macht die Gräfin-Schnitten zu einer so beliebten Leckerei. Es geht jedoch nicht nur um den Geschmack – es ist auch eine Erinnerung an die Kindheit, an das Backen mit der Mutter oder Großmutter, die ein duftendes Blech voller heimeliger Gemütlichkeit aus dem Ofen zog.

Gräfin-Schnitten nach Maršálek – ein moderner Twist der Klassik

Josef Maršálek, ein bekannter tschechischer Konditor, hat vielen traditionellen Rezepten neues Leben eingehaucht. So auch bei den Gräfin-Schnitten. Seine Variante setzt auf einen höheren Anteil an Mandeln und eine feinere Teigstruktur. Manchmal fügt er auch einen Hauch von Vanille oder Zitronenschale hinzu, was dem Dessert Frische verleiht. Gleichzeitig legt er Wert auf die Qualität der Zutaten – zum Beispiel Bio-Butter, Eier aus Freilandhaltung und Äpfel aus lokalen Obstgärten.

Maršáleks Version ist nicht kompliziert, nur sorgfältiger. Er betont die Arbeit mit Texturen und das Gleichgewicht der Aromen. Für diejenigen, die keine Angst vor Experimenten haben, empfiehlt er, den Äpfeln etwas Rum oder Rosinen hinzuzufügen. Und wenn Sie vorhaben, Gräfin-Schnitten auf einem großen Blech zu backen, werden Sie sein Rezept schätzen – es ist nämlich so konzipiert, dass das Dessert gut in Form bleibt und nicht durchweicht.

Wie bereitet man Gräfin-Schnitten auf einem großen Blech zu?

Es gibt viele Rezepte, aber wenn Sie ein bewährtes suchen, enttäuscht eine Wette auf die Klassiker nie. Hier ist eines der beliebtesten:

Zutaten:

  • 400 g glattes Mehl
  • 250 g Butter oder hochwertige Pflanzenfett
  • 150 g Puderzucker
  • 4 Eier (Eigelbe in den Teig, Eiweiße in den Eischnee)
  • 1 Backpulver
  • 1 Teelöffel Zitronenschale
  • 800–1000 g geriebene Äpfel
  • gemahlener Zimt, Zitronensaft, Zucker zum Abschmecken
  • eine Prise Salz

Zubereitung:

  1. Aus Mehl, Butter, Zucker, Eigelben, Backpulver und Zitronenschale einen glatten Teig kneten. Teilen Sie ihn in zwei Teile – einen größeren (für die Basis) und einen kleineren (zum Reiben).
  2. Den größeren Teil des Teigs gleichmäßig auf ein gefettetes und mit Mehl bestäubtes großes Blech verteilen.
  3. Die geriebenen Äpfel auf den Teig geben (Sie können sie vorher leicht andünsten), mit Zimt und eventuell Zucker abschmecken – je nach Süße des Obstes.
  4. Aus dem Eiweiß und einer Prise Salz einen festen Eischnee schlagen, langsam etwas Zucker einrühren, damit der Schaum dick wird. Auf den Äpfeln verstreichen.
  5. Den kleineren Teil des Teigs auf einer groben Reibe reiben und gleichmäßig über den Kuchen streuen.
  6. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C etwa 35–40 Minuten goldbraun backen.

Und wie erkennt man, dass sie fertig sind? Die Schnitten bräunen leicht an, der Eischnee bildet eine zarte Kruste und das ganze Haus wird von einem Duft erfüllt, der Lust auf Tee und ein gedämpftes Gespräch am Tisch macht.

Wann sind Gräfin-Schnitten geeignet?

Nicht nur frisch sind sie hervorragend, sondern schmecken auch am nächsten Tag noch besser, wenn sich die Aromen besser verbinden. Daher eignen sie sich auch als Dessert für Feiern, Picknicks oder in der Lunchbox für die Arbeit. Da sie auf einem großen Blech gebacken werden, reicht die Menge auch für eine größere Gesellschaft aus.

Interessant ist, dass Gräfin-Schnitten zu den wenigen Süßigkeiten gehören, die Menschen auch mit saisonalen Veränderungen verbinden. Im Sommer werden Ringlotten, Pflaumen oder Birnen hinzugefügt. Im Herbst sind duftende Äpfel aus der Ernte willkommen, und im Winter backen wir sie einfach, weil sie die Atmosphäre von Zuhause schaffen.

Eine Frau aus Haná sagte einmal: „Wenn ich nicht weiß, was ich zum Kaffee machen soll und keine Zeit habe, mache ich Gräfin-Schnitten. Jeder kennt sie, jeder mag sie." Und vielleicht liegt gerade darin ihre Stärke – unauffällig, aber herzlich.

Darüber hinaus sind sie auch eine gute Wahl für diejenigen, die mit weniger Zucker backen möchten. Dank der natürlichen Süße der Äpfel und des leichten Eischnees lässt sich der Zucker leicht nach Geschmack anpassen.

Kann traditionell auch nachhaltig sein?

Aus der Sicht der Nachhaltigkeit sind Gräfin-Schnitten überraschend freundlich. Sie benötigen keine exotischen Zutaten, alles kann lokal bezogen werden – Äpfel aus dem Obstgarten, Eier von der Nachbarin, Butter vom Bauernhof. Und wenn Sie sich entscheiden, mit Bio-Zutaten zu backen, unterstützen Sie nicht nur einen gesunden Lebensstil, sondern werden den Unterschied auch im Geschmack spüren. Ein nachhaltiger Haushalt beginnt nämlich nicht nur beim Mülltrennen, sondern auch beim Nachdenken darüber, was und wie wir kochen.

In einer Zeit, in der so viele Rezepte in der Flut kurzlebiger Trends verloren gehen, ist es angenehm, zu etwas zurückzukehren, das auch den Test der Zeit besteht. Gräfin-Schnitten sind mehr als nur ein Kuchen – sie sind eine Tradition, die wir von Generation zu Generation weitergeben. Egal, ob Sie sie nach dem Rezept Ihrer Großmutter, nach Maršálek oder nach Ihrer eigenen Version backen, es wird immer ein Stück Zuhause darin sein – und das ist in der heutigen Welt mehr als genug.

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