# Wie man das Geschirr richtig in die Spülmaschine einräumt
Jeder, der schon einmal eine Spülmaschine geöffnet und festgestellt hat, dass die Hälfte der Teller noch mit eingetrockneten Essensresten bedeckt war, weiß, wie frustrierend ein solches Erlebnis sein kann. Dabei liegt die Lösung meist nicht im Kauf eines teureren Spülmittels oder im Wechsel zu einem anderen Programm. Der Schlüssel zum effektiven Spülen verbirgt sich nämlich in etwas viel Einfacherem – in der Art und Weise, wie wir das Geschirr in die Spülmaschine einräumen. Das klingt banal, aber die richtige Anordnung von Tellern, Töpfen und Gläsern ist buchstäblich eine kleine Wissenschaft, die Zeit, Wasser, Energie und Nerven sparen kann.
Laut Daten der Europäischen Kommission gehören Spülmaschinen zu den Geräten, bei denen die richtige Nutzung den Wasser- und Energieverbrauch fast ebenso stark beeinflusst wie die Energieeffizienzklasse des Geräts selbst. Mit anderen Worten – selbst die sparsamste Spülmaschine wird verschwenderisch arbeiten, wenn man nicht vernünftig mit ihr umgeht. Und umgekehrt kann auch ein älteres Modell mit seiner Effizienz überraschen, wenn das Geschirr so eingeräumt wird, wie es der Hersteller vorgesehen hat.
Nehmen wir ein einfaches Beispiel aus dem Alltag. Familie Novák hat sich eine neue Spülmaschine mit Energieeffizienzklasse A und modernen Sensoren angeschafft. Nach den ersten Wochen der Begeisterung kam jedoch die Ernüchterung – die Gläser hatten einen matten Belag, an den Töpfen blieben fettige Flecken und das Besteck klebte zusammen. Das Problem lag nicht an der Technik. Frau Novák räumte das Geschirr einfach so ein, wie es ihr gerade passte – große Töpfe oben, Teller chaotisch nebeneinander und den Besteckkorb bis zum Bersten vollgestopft. Es genügten ein paar kleine Änderungen in der Anordnung und die Ergebnisse verbesserten sich dramatisch. Diese Erfahrung ist kein Einzelfall, und genau deshalb lohnt es sich, einen Blick darauf zu werfen, wie man Geschirr richtig in die Spülmaschine einräumt, damit jeder Spülgang tatsächlich seinen Zweck erfüllt.
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Warum die Anordnung so wichtig ist
Eine Spülmaschine funktioniert nach einem relativ einfachen Prinzip. Die Sprüharme schleudern Strahlen aus heißem Wasser mit gelöstem Spülmittel, die auf die Oberfläche des Geschirrs treffen. Damit sich die Verschmutzungen tatsächlich lösen und weggespült werden, muss der Wasserstrahl jedes Stück Geschirr ungehindert erreichen können – und das schmutzige Wasser muss abfließen können. Sobald ein Gegenstand einen anderen blockiert, entsteht eine „tote Zone", die das Wasser nicht erreicht. Und genau dort finden wir dann eingetrocknete Tomatensoßenreste oder nicht abgespültes Fett.
Die meisten modernen Spülmaschinen haben zwei Sprüharme – einen unter dem Unterkorb und einen zwischen Unter- und Oberkorb (einige Modelle haben sogar einen dritten Arm oben). Das Wasser strömt also überwiegend von unten nach oben. Daraus ergibt sich eine grundlegende Regel: Die schmutzige Seite des Geschirrs sollte immer nach unten zeigen, zur Quelle des Wasserstrahls. Bei Tellern bedeutet das eine leichte Neigung zur Mitte hin, bei Schüsseln und Tassen das Umdrehen mit dem Boden nach oben.
Wichtig ist auch der freie Raum. Wenn Teller dicht aneinander gepresst sind, dringt das Wasser einfach nicht dazwischen. Optimale Abstände zwischen den einzelnen Geschirrteilen betragen etwa ein bis zwei Zentimeter – es reicht, wenn man die Hand frei dazwischen schieben kann. Das klingt nach Platzverschwendung, aber tatsächlich ist es effizienter, die Spülmaschine mit lockerer eingeräumtem Geschirr laufen zu lassen, das wirklich sauber wird, als die maximale Anzahl an Teilen hineinzustopfen und dann die Hälfte von Hand nachzuspülen.
Es gibt noch einen Aspekt, der oft vergessen wird – die gleichmäßige Gewichtsverteilung. Wenn alle schweren Töpfe und Pfannen auf einer Seite stehen, kann das bei einigen Modellen die Stabilität des Sprüharms beeinträchtigen oder dazu führen, dass der Korb beim Einschieben klemmt. Die Gleichmäßigkeit hat aber auch eine praktische Dimension: Wenn die Gegenstände stabil platziert sind, verschieben sie sich während des Spülgangs nicht und blockieren nicht den Sprüharm.
Übrigens gehört ein blockierter Sprüharm zu den häufigsten Ursachen für ein misslungenes Spülergebnis. Es reicht, wenn ein langer Kochlöffelhalter oder ein großes Schneidebrett über den Rand des Unterkorbs hinausragt, und der Arm bleibt stehen. Das Ergebnis ist eine Spülmaschine voller schmutzigem Geschirr und unnötig verbrauchtes Wasser und Energie. Deshalb lohnt es sich, vor jedem Start beide Arme von Hand zu drehen und zu prüfen, ob sie sich frei bewegen.
Wie ein Designer von Küchengeräten einmal gegenüber dem Magazin Wirecutter bemerkte: „Eine Spülmaschine ist so konzipiert, dass sie für Sie arbeitet – aber nur dann, wenn Sie ihr die Chance geben, richtig zu arbeiten." Und genau darum geht es. Es ist keine Raketenwissenschaft, sondern nur die Beachtung dessen, wie das Gerät funktioniert.
Praktische Anleitung für jeden Korb
Schauen wir uns die konkreten Grundsätze an, die bei der überwiegenden Mehrheit der Spülmaschinen auf dem Markt funktionieren – egal ob es sich um schmale Modelle mit 45 cm Breite oder um Standard-Sechzig-Zentimeter-Modelle handelt.
Der Unterkorb ist für die größten und am stärksten verschmutzten Teile bestimmt. Hierhin gehören Teller, Töpfe, Pfannen, Bräter und große Schüsseln. Teller sollten senkrecht in den vorgesehenen Rillen stehen, wobei alle in die gleiche Richtung zeigen sollten – idealerweise mit der schmutzigen Seite zur Mitte der Spülmaschine, wo der Druck des Wasserstrahls am stärksten ist. Große flache Teile wie Schneidebretter oder Backbleche gehören an die Rück- oder Seitenwand, wo sie den Wasserstrom zum restlichen Geschirr nicht blockieren. Töpfe und Pfannen werden mit dem Boden nach oben und leicht geneigt eingeräumt, damit das Wasser frei ablaufen kann. Wichtig ist, sie nicht ineinander zu stapeln – ein Topf im Topf wird einfach nicht sauber.
Der Oberkorb ist die Heimat von kleinerem und empfindlicherem Geschirr. Hierhin gehören Gläser, Tassen, Becher, kleinere Schüsseln, Kunststoffbehälter und Deckel. Alles, was eine Vertiefung hat, muss mit dem Boden nach oben und leicht geneigt platziert werden, damit sich kein Wasser darin sammelt – andernfalls findet man nach dem Spülen auf dem Boden jeder Tasse eine Pfütze aus schmutzigem Wasser, vermischt mit Spülmittel. Gläser sollten nicht aneinander stoßen, da bei den Vibrationen während des Spülgangs Beschädigungsgefahr besteht. Die meisten Oberkörbe haben klappbare Halterungen, die an die Größe des Geschirrs angepasst werden können – es lohnt sich, damit zu experimentieren.
Kunststoffbehälter verdienen besondere Aufmerksamkeit. Sie sind leicht, und wenn sie nicht gut gesichert sind, kann der starke Wasserstrahl sie umwerfen. Ein umgedrehter Kunststoffbehälter bleibt dann nicht nur schmutzig, sondern füllt sich zudem mit Wasser und kann den Strom zum umliegenden Geschirr blockieren. Deshalb gehören Kunststoffbehälter ausschließlich in den Oberkorb, möglichst weit entfernt vom Sprüharm und idealerweise zwischen anderen Gegenständen gesichert.
Und dann gibt es den Besteckkorb, der die größte Problemquelle darstellt. Die Grundregel ist einfach: Besteck sollte abwechselnd mit dem Griff nach oben und nach unten stehen, damit es nicht zusammenklebt. Wenn man alle Löffel in die gleiche Richtung legt, passen ihre gewölbten Flächen genau ineinander und das Wasser kommt nicht dazwischen. Messer sollten immer mit der Schneide nach unten zeigen – aus Sicherheitsgründen beim Ausräumen. Einige Spülmaschinen bieten statt eines Korbs eine Besteckschublade im oberen Bereich, die das Besteck einzeln verteilt und in der Regel bessere Spülergebnisse liefert.
Es gibt einige Dinge, die grundsätzlich nicht in die Spülmaschine gehören, auch wenn viele es regelmäßig tun. Dazu gehören Holzbretter und Kochlöffel (Holz reißt in der Spülmaschine und verliert seine Form), Messer mit hochwertiger Stahlklinge (hohe Temperaturen und aggressives Spülmittel machen die Schneide stumpf), Gusseisenpfannen (sie verlieren ihre Schutzschicht), feines Porzellan mit Gold- oder Silberdekor und Kupfergeschirr. Bevor man etwas in die Spülmaschine stellt, lohnt sich ein Blick auf das Symbol auf der Unterseite – eine durchgestrichene Spülmaschine bedeutet ein eindeutiges Nein.
Wenn schon davon die Rede ist, was in die Spülmaschine gehört und was nicht, darf auch das Thema Spülmittel und deren Dosierung nicht fehlen. Mehr Tabs oder Gel bedeutet nicht saubereres Geschirr – im Gegenteil, eine Überdosierung verursacht übermäßige Schaumbildung, die die Wirkung der Sprüharme dämpft, und auf dem Geschirr bleibt dann ein weißer Belag zurück. Die meisten Hersteller empfehlen eine Standardtablette pro Spülgang, auch bei voller Beladung. Klarspüler, den viele für überflüssigen Luxus halten, spielt dabei eine wichtige Rolle – er verringert die Oberflächenspannung des Wassers, sodass es besser vom Geschirr abläuft und keine Tropfen hinterlässt, die nach dem Trocknen Flecken bilden. Und Regeneriersalz ist überall dort unverzichtbar, wo hartes Wasser vorherrscht – ohne es setzt sich Kalk auf dem Geschirr und im Inneren der Spülmaschine ab, was die Effizienz des gesamten Geräts schrittweise verringert.
Einer der häufigsten Mythen ist, dass Geschirr vor dem Einräumen in die Spülmaschine gründlich unter fließendem Wasser vorgespült werden muss. Laut Tests der Organisation Consumer Reports ist das nicht nur unnötig, sondern sogar kontraproduktiv. Moderne Spülmittel enthalten nämlich Enzyme, die organische Reste benötigen, um aktiviert zu werden – auf einer vollkommen sauberen Oberfläche haben sie nichts, woran sie arbeiten können, und ihre Wirksamkeit sinkt. Es reicht, grobe Essensreste in den Mülleimer zu wischen (Knochen, Schalen, große Stücke) und das Geschirr direkt in die Spülmaschine zu stellen. Eingetrocknete Reste kann man gegebenenfalls kurz einweichen, aber die Strahlen heißen Wassers kommen mit normaler Verschmutzung von selbst zurecht.
Die Wahl des richtigen Spülprogramms ist ein weiterer Faktor, der über das Ergebnis entscheidet. Das Eco-Programm, das heute praktisch jede Spülmaschine bietet, arbeitet bei niedrigerer Temperatur und längerer Laufzeit – es ist ideal für normal verschmutztes Geschirr und spart Energie. Das Intensivprogramm mit einer Temperatur von etwa 70 °C ist für stark verschmutztes Geschirr mit Eingebranntem bestimmt. Das Schnellprogramm spart zwar Zeit, verbraucht aber mehr Wasser und Energie in kürzerer Zeit, sodass es sich nur für leicht verschmutztes Geschirr eignet, das man schnell braucht. Die meisten Menschen kommen mit zwei Programmen aus – Eco für das tägliche Spülen und Intensiv für das Wochenendkochen.
Erwähnenswert ist auch die Wartung der Spülmaschine selbst, denn das beste Einräumen hilft nicht, wenn das Gerät verstopft ist. Der Filter am Boden der Spülmaschine sollte mindestens einmal pro Woche gereinigt werden – es genügt, ihn herauszunehmen, unter fließendem Wasser abzuspülen und gegebenenfalls mit einer alten Zahnbürste zu reinigen. Einmal im Monat lohnt es sich, die leere Spülmaschine auf höchster Temperatur mit einem Spülmaschinenreiniger oder mit einer Tasse weißem Essig im Oberkorb laufen zu lassen. Dadurch lösen sich Fett und Kalk, die sich in den Schläuchen und an den Sprüharmen abgesetzt haben. Eine saubere Spülmaschine bedeutet sauberes Geschirr – und einen geringeren Energieverbrauch, weil das Gerät nicht gegen den Widerstand von Ablagerungen ankämpfen muss.
Wenn all diese Grundsätze zusammenkommen, ist das Ergebnis überraschend deutlich. Familie Novák, von der am Anfang die Rede war, stellte nach ein paar Wochen des neuen Ansatzes fest, dass sie aufgehört hatte, Geschirr von Hand nachzuspülen, der Tablettenverbrauch gesunken war (weil sie aufgehört hatten, sicherheitshalber eine zweite hinzuzufügen) und sie die Spülmaschine einen Zyklus pro Woche weniger laufen ließen, weil das Geschirr effizienter hineinpasste. Solche kleinen Änderungen schlagen sich in der Jahressumme nicht nur in niedrigeren Wasser- und Stromrechnungen nieder, sondern auch in einer längeren Lebensdauer des Geräts selbst.
Eine richtig eingeräumte Spülmaschine ist letztlich keine Frage des Perfektionismus, sondern des gesunden Menschenverstands. Es genügt zu verstehen, woher das Wasser kommt, wohin es abfließen soll, und jedem Geschirrteil den Raum zu geben, damit der Wasserstrahl es tatsächlich erreicht. Ein paar Minuten, die man dem sorgfältigen Einräumen widmet, zahlen sich in Form von strahlend sauberen Tellern, kristallklaren Gläsern und dem angenehmen Gefühl zurück, dass der Haushalt so funktioniert, wie er soll.