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Anämie bei Frauen betrifft jede Dritte – und kaum jemand ahnt es

Erschöpfung nach einem anstrengenden Arbeitstag, leichter Schwindel beim schnellen Aufstehen aus dem Bett, eine blassere Haut als gewöhnlich – wer würde sich darüber Sorgen machen?

Die meisten Frauen schreiben diese Signale Stress, Schlafmangel oder einfach dem hektischen Tempo des modernen Lebens zu. Und genau darin liegt die Tücke der Anämie: Ihre ersten Symptome sind so unauffällig und alltäglich, dass sie kaum jemand ernst nimmt. Dabei gehört die Anämie zu den am weitesten verbreiteten Gesundheitsproblemen weltweit, und Frauen sind ihr deutlich stärker ausgesetzt als Männer.

Laut Daten der Weltgesundheitsorganisation leiden weltweit etwa 30 % der Frauen im gebärfähigen Alter an Anämie. In der Tschechischen Republik ist die Situation zwar nicht so dramatisch wie in Entwicklungsländern, dennoch bleibt Anämie bei Frauen ein unterdiagnostiziertes und unterschätztes Problem. Der Grund ist einfach: Ihre Symptome verschwimmen mit alltäglichen Beschwerden, an die wir uns gewöhnt haben.


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Was im Körper bei Anämie eigentlich passiert

Anämie ist keine Krankheit an sich, sondern vielmehr ein Zustand, bei dem der Körper nicht über genügend gesunde rote Blutkörperchen verfügt, die in der Lage sind, Sauerstoff effizient zu den Geweben und Organen zu transportieren. Die häufigste Ursache – insbesondere bei Frauen – ist Eisenmangel, der zur sogenannten Eisenmangelanämie führt. Eisen ist ein wesentlicher Bestandteil des Hämoglobins, eines Proteins in den roten Blutkörperchen, das Sauerstoff bindet und transportiert. Wenn es zu wenig davon gibt, beginnt der gesamte Körper auf zellulärer Ebene zu leiden.

Warum sind Frauen anfälliger? Die Gründe sind biologischer Natur und durchaus nachvollziehbar. Die Menstruation entzieht dem Körper jeden Monat eine bestimmte Menge Eisen, und wenn die Zufuhr dieses Minerals über die Ernährung nicht ausreicht, um die Verluste auszugleichen, werden die Reserven nach und nach aufgebraucht. Schwangerschaft und Stillzeit erhöhen den Eisenbedarf noch erheblich. Hinzu kommen moderne Ernährungstrends – Veganismus, Vegetarismus oder verschiedene restriktive Diäten – und wir haben das Rezept dafür, wie sich eine Anämie auch bei einer Frau unbemerkt entwickeln kann, die sich ansonsten relativ gesund fühlt.

Neben Eisenmangel kann Anämie auch durch einen Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure, chronische Erkrankungen, Nährstoffaufnahmestörungen oder übermäßige Blutungen aus anderen Ursachen als der Menstruation verursacht werden. Daher ist es immer wichtig, nach der eigentlichen Ursache zu suchen, anstatt einfach rezeptfreie Nahrungsergänzungsmittel ohne vorherige Rücksprache mit einem Arzt einzunehmen.

Der Körper ist dabei außerordentlich anpassungsfähig. Er kann einen leichten Mangel lange und still kompensieren, sodass eine Frau jahrelang mit niedrigeren Hämoglobinwerten leben kann, ohne zu bemerken, was vor sich geht. Erst wenn die Reserven unter eine bestimmte Grenze sinken, häufen sich die Symptome – und selbst dann werden sie oft mit anderen Problemen verwechselt.

Anämiesymptome, die Frauen am häufigsten übersehen

Das auffälligste Symptom der Anämie ist Müdigkeit – aber nicht die gewöhnliche Müdigkeit nach einem anstrengenden Tag. Es handelt sich um Erschöpfung, die auch nach ausreichend Schlaf nicht verschwindet, die den ganzen Tag durchdringt und alltägliche Aktivitäten zu unverhältnismäßiger Anstrengung macht. Eine Frau kann sich fühlen, als würde sie schwere Lasten tragen, selbst wenn sie nur eine Treppe hinaufsteigt oder eine längere Strecke zu Fuß zurücklegt. Diese Art von Müdigkeit ist so schleichend, dass man sich daran gewöhnt und sie als normalen Teil des eigenen Lebens zu betrachten beginnt.

Eng damit verbunden ist Kurzatmigkeit bei gewöhnlicher körperlicher Aktivität. Herz und Lunge müssen härter arbeiten, um den unzureichenden Sauerstofftransport zu kompensieren, und das Ergebnis ist Außeratmenkommen bei Aktivitäten, die früher kein Problem darstellten. Wenn Sie beim schnellen Bergaufgehen oder beim Treppensteigen in den zweiten Stock außer Atem geraten, ohne krank zu sein und ohne dass es sich um eine Allergie handelt, ist das der Aufmerksamkeit wert.

Ein weiteres Symptom, das leicht übersehen wird, ist Blässe der Haut, der Schleimhäute und der Innenseite der Augenlider. Die gesunde Schleimhaut unter dem unteren Augenlid sollte eine kräftig rosafarbene Farbe haben – wenn sie blass oder fast weiß ist, kann das ein Warnsignal sein. Ähnlich blass können das Zahnfleisch oder die Nagelbetten sein. Blässe ist jedoch nicht bei jeder Frau gleich erkennbar, da sie vom natürlichen Hautton abhängt, sodass dieses Symptom allein nicht für eine Schlussfolgerung ausreicht.

Ein weniger offensichtliches, aber überraschend häufiges Symptom ist das Restless-Legs-Syndrom – ein unangenehmes Kribbeln, Ziehen oder der Drang, die Beine zu bewegen, besonders nachts. Untersuchungen zeigen, dass Eisenmangel bei diesem Syndrom eine Schlüsselrolle spielt, wobei sein genauer Mechanismus noch von Neurologen erforscht wird. Viele Frauen leiden jahrelang unter unruhigen Beinen, ohne zu ahnen, dass die Ursache gerade eine Anämie sein könnte.

Zu den weniger auffälligen Symptomen gehören auch brüchige Nägel und Haarausfall. Haarfollikel reagieren sehr empfindlich auf Eisenmangel, und so kann übermäßiger Haarausfall eines der ersten sichtbaren Signale sein, dass etwas nicht stimmt. Viele Frauen in einer solchen Situation greifen zu Nahrungsergänzungsmitteln für Haare und Nägel, aber ohne die Behebung der Grundursache – des Eisenmangels – handelt es sich nur um ein kosmetisches Pflaster.

Häufig sind auch Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme. Das Gehirn ist außerordentlich anspruchsvoll in Bezug auf eine ausreichende Sauerstoffversorgung, und wenn es diese nicht erhält, reagiert es mit Kopfschmerzen, Denknebeligkeit oder dem Gefühl, sich nicht einmal auf einfache Aufgaben konzentrieren zu können. Viele Frauen schreiben diesen „Gehirnnebel" Stress oder Überlastung zu, ohne an eine physiologische Ursache zu denken.

Wie der Schriftsteller und Arzt Oliver Sacks sagte: „Der Körper spricht seine eigene Sprache – wir müssen lernen, ihr zuzuhören." Und gerade bei der Anämie gilt das doppelt. Der Körper sendet Signale, man muss sie nur richtig lesen.

Es gibt auch noch hinterhältigere Symptome. Pica – das Verlangen nach unverdaulichen oder ungewöhnlichen Substanzen wie Eis, Erde, Stärke oder Kreide – mag wie eine seltsame Marotte erscheinen, ist aber tatsächlich ein gut dokumentiertes Symptom der Eisenmangelanämie. Ebenso können Zungenbrennen oder Zungenrötung, Mundwinkelrisse oder Schluckbeschwerden Anzeichen eines fortgeschritteneren Eisenmangels sein. Diese Symptome sind so spezifisch, dass Ärzte sie recht zuverlässig einordnen können.

Anschaulich ist die Geschichte von Lenka, einer dreiunddreißigjährigen Lehrerin aus Brünn, die sich fast zwei Jahre lang über ihre Müdigkeit beklagte. Der Arzt empfahl ihr zunächst, mehr zu ruhen und Stress zu reduzieren. Erst als sie mit Haarausfall und Kribbeln in den Beinen kam, wurde ein Bluttest durchgeführt, der deutlich niedrige Ferritinwerte – das Speicherprotein für Eisen – aufdeckte. Dabei lag das Hämoglobin noch immer an der unteren Normgrenze. Gerade Ferritin ist jedoch oft der erste Indikator, der sinkt, und wird routinemäßig nicht untersucht. Lenkas Geschichte ist keine Ausnahme – sie ist eher die Regel.

Wie man Anämie erkennt und was man dagegen tun kann

Die Diagnose einer Anämie stützt sich auf Bluttests. Ein einfaches Blutbild zeigt Hämoglobinwerte und die Anzahl der roten Blutkörperchen, aber für ein genaueres Bild ist es wichtig, auch Ferritin, Serumeisen und Transferrin zu untersuchen. Gerade Ferritin, wie Lenkas Fall zeigt, kann auch dann erniedrigt sein, wenn das Hämoglobin noch nicht aus dem Normbereich fällt – es ist ein frühes Warnsignal, das bei einer Standarduntersuchung leicht übersehen wird.

Wenn die Ergebnisse eine Eisenmangelanämie bestätigen, umfasst die Behandlung in der Regel Eisenpräparate und gegebenenfalls eine Anpassung der Ernährung. Eisen aus tierischen Quellen (sogenanntes Häm-Eisen aus rotem Fleisch, Geflügel und Fisch) wird deutlich besser aufgenommen als Eisen aus pflanzlichen Quellen. Die Aufnahme wird durch Vitamin C unterstützt – ein Glas Orangensaft oder frische Paprika zu einer eisenreichen Mahlzeit kann die Verwertung erheblich steigern. Umgekehrt hemmen Kaffee, Tee und Milchprodukte die Eisenaufnahme, weshalb es ratsam ist, sie getrennt zu konsumieren.

Für Frauen, die sich pflanzlich ernähren, ist die Planung der Eisenzufuhr besonders wichtig. Zu den reichhaltigsten pflanzlichen Quellen gehören Linsen, Bohnen, Tofu, Quinoa, Kürbiskerne oder angereicherte Cerealien. Einen guten Überblick über den Nährstoffgehalt von Lebensmitteln bietet beispielsweise die Nährstoffdatenbank des Instituts für Agrarwirtschaft und Information, wo man leicht überprüfen kann, welche Lebensmittel wirklich reich an Eisen sind.

Bei der Auswahl von Nahrungsergänzungsmitteln lohnt es sich, auf die Form des Eisens zu achten. Chelatformen wie Eisenbisglycinat werden im Allgemeinen besser vertragen und verursachen weniger Verdauungsbeschwerden als ältere Formen wie Eisensulfat. In jedem Fall gilt: Nahrungsergänzungsmittel sollten immer mit einem Arzt abgesprochen werden, da ein Eisenüberschuss für den Körper genauso schädlich ist wie ein Mangel.

Die Vorbeugung von Anämie ist nicht kompliziert, erfordert aber bewusste Aufmerksamkeit. Eine abwechslungsreiche, eisenreiche Ernährung, regelmäßige Blutbildkontrollen – insbesondere in der Schwangerschaft, bei starker Menstruation oder beim Umstieg auf eine pflanzliche Ernährung – und eine rechtzeitige Reaktion auf erste Warnsignale können verhindern, dass aus einem leichten Mangel ein ernstes Gesundheitsproblem wird. Denn eine unbehandelte oder langfristig ignorierte Anämie kann zu einer Belastung des Herzens, einer Verschlechterung der Immunabwehr oder Komplikationen in der Schwangerschaft führen.

Müdigkeit, Blässe, brüchige Nägel, Nebel im Kopf – das sind alles Symptome, die Frauen täglich mit den Worten „das ist nur Stress" vom Tisch wischen. Vielleicht. Aber vielleicht sendet der Körper auch eine Botschaft, der es sich lohnt zuzuhören. Ein einfacher Bluttest kann Fragen beantworten, die seit Monaten oder sogar Jahren quälen – und das ist wenig im Vergleich zu dem Preis, den man zahlt, wenn man den eigenen Körper weiterhin ignoriert.

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