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Jeder kennt das. Man öffnet den Kühlschrank, um das Abendessen zuzubereiten, und stößt auf einen vergessenen Joghurt mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum, welken Salat oder Käse mit einem unerwünschten grünen Belag. Dabei wurden die Lebensmittel erst vor wenigen Tagen gekauft. Das Problem liegt dabei sehr oft weder in der Qualität der Lebensmittel selbst noch in ihrer Haltbarkeit – die Ursache ist häufig eine schlechte Organisation des Kühlschranks. Die Art und Weise, wie Lebensmittel im Kühlschrank gelagert werden, beeinflusst nämlich entscheidend, wie lange sie frisch, schmackhaft und sicher zum Verzehr bleiben.

Die Organisation des Kühlschranks ist ein Thema, das auf den ersten Blick trivial erscheinen mag, hinter dem aber eine ziemlich klare Wissenschaft über Temperaturen, Feuchtigkeit und Luftzirkulation steckt. Schätzungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zufolge landet etwa ein Drittel aller für den menschlichen Verzehr produzierten Lebensmittel als Abfall. Ein großer Teil dieser Verschwendung entsteht dabei genau in Privathaushalten – und die richtige Lagerung im Kühlschrank gehört zu den einfachsten Möglichkeiten, sie deutlich zu reduzieren.


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Die Temperatur ist im Kühlschrank nicht überall gleich

Eines der am weitesten verbreiteten Missverständnisse ist, dass der Kühlschrank im gesamten Innenraum eine gleichmäßige Temperatur hält. Tatsächlich unterscheidet sich die Temperatur in verschiedenen Bereichen des Kühlschranks erheblich, und genau diese Tatsache sollte die Grundlage jeder durchdachten Anordnung sein. Der kälteste Ort in einem herkömmlichen Kühlschrank befindet sich auf den unteren Einlegeböden, da kalte Luft schwerer als warme Luft ist und von Natur aus nach unten sinkt. Umgekehrt sind die obersten Einlegeböden wärmer, auch wenn man intuitiv meinen könnte, dass es oben kälter ist.

Die Türfächer sind die wärmsten Stellen im Kühlschrank, da sie jedes Mal, wenn der Kühlschrank geöffnet wird, regelmäßig der warmen Raumluft ausgesetzt sind. Dennoch lagern viele Haushalte dort Eier oder Milch – also Lebensmittel, die gegenüber Temperaturschwankungen ziemlich empfindlich sind. Diese scheinbar unbedeutende Entscheidung kann ihre Haltbarkeit um mehrere Tage verkürzen.

Die ideale Gesamttemperatur des Kühlschranks sollte zwischen 2 und 5 Grad Celsius liegen, wie beispielsweise die britische Organisation Food Standards Agency empfiehlt. Die Temperatur des Gefrierfachs sollte auf minus 18 Grad Celsius oder darunter eingestellt sein. Die regelmäßige Überprüfung dieser Werte mit einem einfachen Kühlschrankthermometer ist eine Gewohnheit, die sich lohnt.

Ein praktisches Beispiel dafür, wie groß der Unterschied ist, den die richtige Anordnung der Lebensmittel macht, ist die Erfahrung vieler Familien, die nach dem Umräumen des Kühlschrankinhalts feststellten, dass ihre Milch zwei bis drei Tage länger hält – einfach weil sie aufgehört haben, sie in den Türfächern zu lagern, und sie stattdessen auf dem unteren Einlegeboden nahe der Rückwand des Kühlschranks aufbewahren, wo die Kälte am stabilsten ist.

Was gehört wohin in den Kühlschrank

Sobald klar ist, dass die Temperatur im Kühlschrank je nach Zone unterschiedlich ist, lässt sich leichter verstehen, warum jedes Lebensmittel seinen idealen Platz hat. Die oberen Einlegeböden eignen sich am besten für Lebensmittel, die keine besonders intensive Kühlung benötigen und bereits gegart sind – dazu gehören Essensreste, fertige Gerichte, Joghurts, Hartkäse oder Wurstwaren in versiegelten Verpackungen. Diese Lebensmittel benötigen keine besonders niedrigen Temperaturen, brauchen aber eine stabile Umgebung ohne große Schwankungen.

Die mittleren Einlegeböden eignen sich für Milchprodukte wie Sauerrahm, Quark oder Weichkäse sowie für verschiedene Getränke. Es handelt sich um den sogenannten goldenen Mittelweg – weder zu kalt noch zu warm, ein Ort, der einer ganzen Reihe von Lebensmitteln zusagt.

Auf den unteren Einlegeböden sollten rohes Fleisch, Geflügel und Fisch gelagert werden. Abgesehen davon, dass dieser Bereich des Kühlschranks der kälteste ist, handelt es sich auch um eine Sicherheitsmaßnahme – eventuelle Säfte aus rohem Fleisch können so nicht auf andere Lebensmittel tropfen und diese mit gefährlichen Bakterien wie Salmonellen oder Campylobacter kontaminieren. Rohes Fleisch sollte zudem stets eingewickelt oder in einem verschlossenen Behälter aufbewahrt werden.

Die Gemüse- und Obstschubladen sind so konzipiert, dass sie eine höhere Luftfeuchtigkeit aufrechterhalten, die dabei hilft, die Frische pflanzlicher Lebensmittel zu bewahren. Dennoch ist es wichtig zu wissen, dass nicht alles Obst und Gemüse in den Kühlschrank gehört. Tomaten beispielsweise verlieren in der Kälte ihren charakteristischen Geschmack und Duft, Bananen werden schwarz, und Avocados, die noch nicht reif sind, reifen im Kühlschrank nicht richtig nach. Dagegen halten sich Blattgemüse, Karotten, Brokkoli oder Erdbeeren in der Kälte deutlich länger.

In die Türfächer gehören Lebensmittel, die gegenüber Temperaturschwankungen widerstandsfähiger sind und gleichzeitig eine längere Haltbarkeit haben. Ideal sind dort verschiedene Soßen, Ketchup, Senf, Marmeladen, pasteurisierte Säfte oder Butter. Eier und Milch hingegen gehören, wie bereits erwähnt, nicht dorthin, auch wenn Kühlschrankhersteller manchmal Türfächer speziell für Eier vorsehen.

Ordnung, Luft und die richtigen Behälter

Die Organisation des Kühlschranks ist aber nicht nur eine Frage dessen, was aus Temperaturgründen wohin gehört. Eine ebenso wichtige Rolle spielen die allgemeine Übersichtlichkeit und ausreichend freier Raum für die Luftzirkulation. Ein überfüllter Kühlschrank, in dem Lebensmittel dicht an dicht ohne jeglichen freien Platz gestapelt sind, arbeitet weniger effizient. Kalte Luft kann nicht frei zirkulieren, die Temperatur gleicht sich langsamer an, und der Kühlschrank muss mit mehr Leistung arbeiten, um die richtige Temperatur zu halten. Dies wirkt sich nicht nur auf die Frische der Lebensmittel aus, sondern auch auf den Stromverbrauch.

Andererseits ist auch ein zu leerer Kühlschrank nicht ideal – eine größere Menge an Lebensmitteln hilft, eine stabile Temperatur aufrechtzuerhalten, da die gekühlte Masse als Wärmespeicher fungiert. Die goldene Regel lautet also: Der Kühlschrank sollte angemessen gefüllt sein, mit ausreichend Platz für die Luftzirkulation, aber nicht halbleer.

Eine große Hilfe bei der Organisation sind durchsichtige Behälter und verschließbare Dosen. In luftdichten Behältern aufbewahrte Lebensmittel halten länger, da sie vor dem Austrocknen und vor der Aufnahme fremder Gerüche geschützt sind. Die Transparenz der Behälter sorgt dafür, dass der Inhalt des Kühlschranks auf den ersten Blick sichtbar ist – und damit wird das Risiko, dass etwas vergessen wird und Lebensmittel unnötig verderben, erheblich reduziert.

Ein sehr praktisches Hilfsmittel ist auch das FIFO-System (aus dem Englischen „first in, first out", also „zuerst rein, zuerst raus"). Dieses Prinzip, das in professionellen Küchen und der Lebensmittelbranche weit verbreitet ist, bedeutet, dass neu gekaufte Lebensmittel nach hinten eingeräumt werden und ältere vorne bleiben, wo sie besser sichtbar und leichter zugänglich sind. Ein solcher Ansatz reduziert das Risiko erheblich, dass Lebensmittel mit kürzerer Haltbarkeit übersehen werden.

Wie der britische Starkoch und Verfechter des nachhaltigen Kochens Hugh Fearnley-Whittingstall sagt: „Der beste Weg, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, ist einfach zu wissen, was man zu Hause hat." Und ein Kühlschrank, der so organisiert ist, dass der Inhalt übersichtlich ist, ermöglicht genau dieses Bewusstsein.

Eine weitere wichtige Regel lautet: Niemals warme Speisen in den Kühlschrank stellen. Heiße oder warme Lebensmittel erhöhen die Gesamttemperatur im Inneren des Kühlschranks, was sich negativ auf die anderen gelagerten Lebensmittel auswirkt. Essensreste sollten zunächst auf Raumtemperatur abkühlen – idealerweise innerhalb von zwei Stunden nach dem Kochen – und erst dann in einem verschlossenen Behälter in den Kühlschrank gestellt werden.

Die regelmäßige Reinigung des Kühlschranks ist ein weiterer Aspekt, der die Haltbarkeit von Lebensmitteln direkt beeinflusst. Bakterien und Schimmelpilze können sich auf den Einlegeböden und Wänden des Kühlschranks ansiedeln und von dort frische Lebensmittel kontaminieren. Es wird empfohlen, den Kühlschrank etwa einmal im Monat gründlich zu reinigen – alle Lebensmittel herausnehmen, die Einlegeböden mit lauwarmem Wasser und etwas Backpulver oder Essig abwaschen und alles gut trocknen lassen, bevor man ihn wieder befüllt. Backpulver dient dabei nicht nur als Reinigungsmittel, sondern hilft auch, unangenehme Gerüche zu neutralisieren.

Spezielle Tipps für bestimmte Lebensmittel

Einige Lebensmittel haben ihre eigenen spezifischen Lagerungsregeln, die es sich lohnt zu kennen. Kräuter wie Petersilie oder Koriander halten sich im Kühlschrank deutlich länger, wenn sie wie ein Strauß aufbewahrt werden – die Stiele werden in ein Glas mit etwas Wasser gestellt und locker mit einem Plastikbeutel abgedeckt. So können sie eine Woche oder länger frisch bleiben, während sie in einem Beutel oder lose hingelegt innerhalb von zwei bis drei Tagen welken.

Käse sollte in spezielles Käsepapier oder Pergamentpapier eingewickelt werden, nicht in Frischhaltefolie, die das Atmen des Käses verhindert und seinen Verderb beschleunigt. Hartkäse wie Emmentaler oder Parmesan hält bei richtiger Lagerung im Kühlschrank mehrere Wochen, während Weichkäse wie Brie oder Camembert schneller verbraucht werden muss.

Interessanterweise gehören Knoblauch und Zwiebeln überhaupt nicht in den Kühlschrank. Sie benötigen eine trockene und gut belüftete Umgebung bei Raumtemperatur. Im Kühlschrank werden sie hingegen feucht, verderben schnell und können ihren starken Geruch auf andere Lebensmittel übertragen. Ähnlich verhält es sich mit Brot, das im Kühlschrank schneller austrocknet und hart wird als bei Raumtemperatur – eine Ausnahme bildet die Situation, wenn es zu Hause sehr heiß und feucht ist oder wenn das Brot sehr wenige Konservierungsstoffe enthält.

Eier sollten im Kühlschrank in ihrer ursprünglichen Pappschachtel aufbewahrt werden, die sie vor der Aufnahme fremder Gerüche und vor dem Feuchtigkeitsverlust schützt. Die Eierschale ist nämlich porös, und Eier nehmen leicht Gerüche aus der Umgebung auf – daher sollten sie nicht neben stark riechenden Lebensmitteln wie Fisch oder Räucherfleisch gelagert werden.

Die richtige Organisation des Kühlschranks ist also keine komplizierte Wissenschaft, erfordert aber etwas Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, eingefahrene Gewohnheiten zu ändern. Das Ergebnis ist nicht nur weniger weggeworfene Lebensmittel und eine Ersparnis beim Geldbeutel, sondern auch ein ruhigeres Gewissen in einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Konsum eine immer wichtigere Rolle spielen. Ein gut organisierter Kühlschrank ist einer der einfachsten Schritte zu einem ökologischeren und schonenderen Haushalt – und er erfordert dabei nicht mehr als eine halbe Stunde hin und wieder.

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