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Lüften im Winter und Energiesparen können Hand in Hand gehen, wenn Sie kurz und intensiv lüften.

Lüften gehört zu den häuslichen Gewohnheiten, die die meisten Menschen automatisch machen, aber nur wenige denken darüber gründlich nach. Dabei entscheidet gerade die Luft in der Wohnung darüber, ob man morgens erfrischt oder mit schwerem Kopf aufwacht, ob sich an den Wänden unbemerkt Schimmel bildet und wie viel Energie letztlich „durch das Fenster entweicht“. Vielleicht klingt das wie eine Kleinigkeit, aber warum es wichtig ist zu lüften, zeigt sich, wenn sich zu Hause langfristig Feuchtigkeit, Gerüche, Staub oder verbrauchte Luft halten. Und im Winter, wenn geheizt wird und die Fenster geschlossen bleiben, wird Lüften fast zu einem strategischen Thema: Lüften im Winter und Energiesparen müssen sich nämlich nicht ausschließen.

Die Luft im Innenraum verändert sich schneller, als es scheint. Durch das Atmen fügen wir Kohlendioxid und Wasserdampf hinzu, durch Kochen und Duschen Feuchtigkeit, durch den normalen Haushaltsbetrieb kleine Partikel und Gerüche. Dazu kommen Möbel, Textilien, Reinigungsmittel oder Kerzen – jede dieser Quellen kann Stoffe in die Luft abgeben, die sich in einem ungelüfteten Raum ansammeln. Lüften ist dann der einfachste Weg, um alles ohne komplizierte Geräte und ohne Chemikalien zu „resetten“.

Es ist gut sich zu merken, dass das Problem oft nicht „zu wenig Wärme“, sondern zu wenig frische Luft ist. Und genau deshalb macht es Sinn, über das richtige Lüften zu sprechen und warum einige gewohnte Verfahren nicht so funktionieren, wie die Menschen denken.


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Warum es wichtig ist zu lüften (und was passiert, wenn man nicht lüftet)

Frische Luft ist nicht nur eine Gefühlssache. Wenn sich Kohlendioxid im Raum ansammelt, wird der Mensch müder, kann sich schlechter konzentrieren und hat möglicherweise das Gefühl eines „schweren Kopfes“. Gleichzeitig steigt die Feuchtigkeit, die sich zunächst unauffällig bemerkbar macht – durch beschlagene Fenster, muffige Ecken hinter dem Schrank, langsam trocknende Wäsche – und später in Schimmel umschlagen kann. Diese sind nicht nur ästhetisch unangenehm, sondern vor allem gesundheitlich, da sie die Atemwege reizen und Allergien verschlimmern können.

Auch ein oft übersehener Grundsatz ist wichtig: Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte. Wenn also im Winter geheizt und gleichzeitig nicht gelüftet wird, kann die relative Luftfeuchtigkeit „normal“ erscheinen, aber sobald die Luft auf eine kalte Stelle trifft (zum Beispiel eine Außenecke, Fensterlaibung, Stelle hinter Möbeln), kondensiert der Dampf. Und Kondensation ist genau der Moment, in dem sich der Schimmel zu Hause fühlt.

Dazu kommt noch die gängige Realität moderner Wohnungen: Neue Fenster dichten gut ab. Das ist großartig für die Wärmeeinsparung, bedeutet jedoch auch, dass natürliche Undichtigkeiten, durch die früher die Luft „von selbst“ strömte, nicht mehr funktionieren. Ohne bewusstes Lüften kann sich in der Wohnung leicht ein geschlossener Kreislauf bilden, in dem sich Feuchtigkeit und Verschmutzung ansammeln.

Als nützlicher Rahmen zum Thema Innenraumluftqualität bietet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und ihre Materialien zur Innenraumluftqualität langfristig an, dass die Luft im Innenraum genauso wichtig für die Gesundheit ist wie die Außenluft. Und auch wenn sich das häusliche Lüften nicht auf eine universelle Zahl reduzieren lässt, ist die Richtung klar: regelmäßig die Luft austauschen, die Feuchtigkeit senken und die Schimmelbildung nicht fördern.

Häufige Lüftungsfehler, die selbst sorgfältige Haushalte machen

Lüften ist einfach, aber genau darin liegt die Falle. Man hat das Gefühl, „lüftet doch“, aber das Ergebnis entspricht dem nicht. Die häufigsten Lüftungsfehler wiederholen sich in Wohnungen und Häusern, unabhängig davon, wie sauber der Haushalt wirkt.

Einer der weitverbreitetsten Fehler ist das Lüften auf Kipp für lange Zeit. Ein Fenster, das eine oder zwei Stunden angekippt bleibt, lässt zwar etwas frische Luft herein, kühlt aber gleichzeitig die Laibung, Rahmen und oft auch das angrenzende Mauerwerk aus. Im Winter führt das dazu, dass die Heizung „voll läuft“, aber die Wärme kontinuierlich verloren geht. Zudem werden dadurch unnötig die Konstruktionen gekühlt, auf denen die Feuchtigkeit leichter kondensiert. Kippstellung macht kurzzeitig Sinn oder in Situationen, in denen es nicht möglich ist, das Fenster weit zu öffnen, aber als Hauptstrategie ist es eher ein Rezept für höhere Energiekosten.

Ein weiterer häufiger Fehler ist das Lüften ohne Rücksicht auf Feuchtigkeitsspitzen. In der Praxis sieht das so aus, dass morgens kurz das Fenster im Schlafzimmer geöffnet wird, aber nach dem Duschen im Bad überhaupt nicht, weil „es kalt ist“ oder „es wurde ja schon gelüftet“. Doch gerade Duschen, Kochen und Wäschetrocknen sind Momente, in denen die Feuchtigkeit nach oben schießt und schnell hinaus muss. Wenn sie in der Wohnung bleibt, findet sie kalte Stellen und beginnt zu kondensieren.

Der dritte Fehler hängt mit Möbeln zusammen: Schränke unmittelbar an kalten Wänden. Man lüftet „richtig“, aber hinter dem Schrank bewegt sich die Luft kaum, die Wand kühlt ab und die Feuchtigkeit hält sich in einer Tasche ohne Zirkulation. Das Ergebnis ist oft eine unangenehme Überraschung beim Umziehen oder beim Möbelwechsel. Dabei hilft eine einfache Sache: ein paar Zentimeter Abstand lassen und gelegentlich hinter den Möbeln kontrollieren, ob alles trocken ist.

Der vierte Fehler ist Überheizen und gleichzeitiges Lüften. Das passiert oft im Wohnzimmer: Der Heizkörper läuft, die Fenster sind geschlossen, damit „keine Wärme entweicht“, und die Luft ist nach ein paar Stunden verbraucht. Die Heizung erhöht zwar die Temperatur, löst aber nicht das Problem der Luftqualität oder Feuchtigkeit. Dabei kann kurzes intensives Lüften die Luft austauschen, ohne dass die Wohnung merklich „auskühlt“ – die Wärme bleibt in Möbeln und Wänden, wenn nicht lange gelüftet wird.

Der fünfte Fehler klingt paradox: Lüften „nur wenn es muffig riecht“. Die menschliche Nase gewöhnt sich an Gerüche, sodass das, was für den Haushalt „normal“ ist, für einen Besucher sofort auffällig sein kann. Lüften sollte daher nicht der letzte Schritt sein, sondern eine regelmäßige Gewohnheit.

Und schließlich eine praktische Kleinigkeit mit großer Wirkung: Lüften mit offenen Türen zum Flur und ohne klares Ziel. Wenn ein Fenster in einem Raum geöffnet wird, aber die Luft keinen Weg zum Strömen hat, ist der Austausch langsamer. Wenn hingegen ein kleiner Durchzug geschaffen wird (zum Beispiel durch das Öffnen eines Fensters im gegenüberliegenden Raum), ist der Luftaustausch schnell und effizient. Natürlich mit Bedacht – Durchzug ist nicht ideal für kleine Kinder oder jemanden, der gerade krank ist, aber ein kurzer kontrollierter Luftaustausch ist oft am besten.

Wie man richtig lüftet, vor allem im Winter: Frische Luft ohne unnötige Verluste

Wenn es darum geht, wie man richtig lüftet, geht es nicht darum, zu Hause eine Arktis zu haben. Es geht darum, die Luft schnell und gezielt auszutauschen. In der Praxis bewährt sich eine einfache Regel: lieber kurz und weit als lange angekippt. Der Grund ist einfach: Kurzes intensives Lüften tauscht die Luft aus, kühlt aber nicht die Wände und Einrichtung aus. Gerade Wände und Möbel sind die „Wärmespeicher“, die dann den Raum schnell wieder erwärmen.

Im Winter wird oft empfohlen, mehrmals täglich zu lüften, typischerweise morgens und abends, und zusätzlich nach Aktivitäten, die die Feuchtigkeit erhöhen. Die Dauer des Lüftens variiert je nach Wetter und Wohnungsgröße, aber allgemein gilt, dass ein paar Minuten intensives Lüften mehr bewirken als eine halbe Stunde auf Kipp. Wenn es draußen friert, kann der Austausch überraschend schnell sein – kalte Luft ist „schwerer“ und das Strömen oft ausgeprägter.

Hier kommen wir natürlich zum Thema Lüften im Winter und Energiesparen. Menschen haben oft Angst, dass das Lüften „Geld aus dem Fenster wirft“. Doch tatsächlich ist es teurer, das Fenster lange angekippt zu lassen, weil die Heizung kontinuierlich die Verluste ausgleichen muss. Wenn kurz und intensiv gelüftet wird, entweicht zwar die warme Luft, aber die Konstruktion der Wohnung bleibt warm und erwärmt die neue Luft schnell. Übrigens wird oft empfohlen, während des Lüftens den Thermostat kurz herunterzudrehen oder das Heizkörperventil zu schließen – nicht weil es ein Wundermittel ist, sondern weil es keinen Sinn macht, voll ins offene Fenster zu heizen.

Auch die Feuchtigkeit ist wichtig. Im Winter kommt es manchmal vor, dass die Leute zu wenig lüften, um die „Wärme zu halten“, und es bleibt feucht zu Hause. Manchmal lüften sie hingegen viel, beschweren sich aber über trockene Luft. Beides kann je nach dem, was zu Hause passiert, wahr sein. Eine einfache Kontrolle hilft: Wenn die Fenster oft beschlagen, die Wäsche ewig zum Trocknen braucht oder dunkle Flecken in den Ecken erscheinen, ist das ein Signal, dass klüger und häufiger gerade in kritischen Momenten gelüftet werden muss.

Ein reales Beispiel zeigt, wie kleine Änderungen ohne große Investitionen helfen können. In einer gewöhnlichen Plattenbauwohnung begannen nach dem Austausch der Fenster im Winter die Scheiben zu beschlagen und in der Ecke des Schlafzimmers trat Schimmel auf. Die Familie hatte dabei das Gefühl, genug zu lüften – das Fenster war fast ständig auf Kipp, um „frische Luft zu haben“. Doch die Ecke hinter dem Kleiderschrank blieb kalt und die Feuchtigkeit hielt sich dort. Als das System auf kurzes Stoßlüften morgens, nach dem Kochen und abends umgestellt wurde, der Schrank ein paar Zentimeter von der Wand gerückt und nach dem Duschen immer für ein paar Minuten das Fenster im Bad geöffnet wurde, verringerte sich das Beschlagen deutlich und der Schimmel kam nicht zurück. Und was wichtig ist: Es war nicht kalt zu Hause, weil das „ständige Lüften“ aufhörte.

Auch die Außenumgebung spielt eine Rolle. Wenn draußen Smog oder Pollensaison herrscht, lohnt es sich, zu lüften, wenn die Luft sauberer ist – typischerweise nach Regen oder außerhalb der Verkehrsspitzenzeiten. Im Winter ist die Luft oft vormittags besser als abends, wenn in einigen Gegenden die lokale Heizung und Inversion hinzukommt. Es geht nicht um ein Dogma, sondern um Sensibilität gegenüber lokalen Bedingungen.

Wenn das Lüften wirklich einfach sein soll, hilft es, sich an eine kurze Routine zu halten, die sich der Haushalt leicht aneignen kann:

  • Kurz und intensiv lüften (statt lange auf Kipp), idealerweise morgens und abends und zusätzlich nach dem Duschen, Kochen oder Wäschetrocknen.
  • Während des Lüftens die Heizung herunterdrehen, damit die Wärme nicht unnötig entweicht.
  • Feuchte Stellen im Auge behalten (Badezimmer, Küche, Ecken bei Fenstern, Raum hinter Möbeln) und die Feuchtigkeit nicht „sich setzen lassen“.
  • Keine Möbel direkt an kalten Wänden lassen, damit die Luft zirkulieren kann.

Vielleicht stellt sich die Frage: Ist es nicht einfacher, einen Luftentfeuchter zu kaufen und Ruhe zu haben? Manchmal ja, aber meistens ist der Luftentfeuchter eher eine Ergänzung als ein Ersatz. Denn Lüften beseitigt nicht nur Feuchtigkeit, sondern auch verbrauchte Luft und Gerüche. Und außerdem ist es das zugänglichste Werkzeug, das jeder zu Hause hat.

In all das passt auch die oft wiederholte, aber immer noch gültige Beobachtung: „Das Haus atmet nicht, die Menschen atmen – und das Haus wird gelüftet.“ In modernen Wohnungen mit dichten Fenstern und besserer Isolierung ist das umso deutlicher zu sehen. Lüften ist kein zufälliger Nebeneffekt von Undichtigkeiten mehr, sondern eine bewusste Gewohnheit, die Gesundheit, Zuhause und Geldbeutel schützt.

Wenn man das Lüften richtig angeht, ergibt es auch im Winter Sinn: Statt ständig geöffneter Fenster reicht es, ein paar kurze, effektive Luftaustausche zu haben, die die Feuchtigkeit reduzieren, das Risiko von Schimmel begrenzen und eine angenehmere Umgebung für Schlaf und Alltag schaffen. Und genau darin liegt der größte Trick – so zu lüften, dass es zu Hause frisch, nicht kalt ist.

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