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Nur wenige Menschen sind sich bewusst, welch enormen Einfluss ein kleines schmetterlingsförmiges Organ an der Vorderseite des Halses auf die gesamte Körperfunktion hat. Die Schilddrüse wiegt nur zwanzig bis dreißig Gramm, doch ihre Hormone beeinflussen praktisch jede Zelle im Organismus – vom Herzschlag über die Körpertemperatur bis hin zur Stimmung und Konzentrationsfähigkeit. Das Problem ist, dass die Symptome, wenn sie zu wenig oder im Gegenteil zu viel arbeitet, oft wie etwas völlig anderes aussehen. Müdigkeit, Gewichtszunahme, Haarausfall, Reizbarkeit – all das erklären sich die meisten Menschen mit Stress, Alter oder Schlafmangel. Und genau darin liegt die Tücke der Schilddrüsenerkrankungen.

Laut Daten des Endokrinologischen Instituts in Prag leidet in der Tschechischen Republik etwa jeder zehnte Mensch an Schilddrüsenstörungen, wobei Frauen bis zu fünfmal häufiger betroffen sind als Männer. Ein erheblicher Teil von ihnen weiß dabei gar nichts von ihrem Problem, da die Symptome schleichend auftreten und leicht mit gewöhnlichen Erscheinungen des Alterns oder chronischer Müdigkeit verwechselt werden können. Wie erkennt man also, dass hinter der eigenen Erschöpfung nicht nur ein hektischer Lebensstil steckt, sondern ein tatsächliches Gesundheitsproblem?


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Symptome, die leicht mit Müdigkeit und Alterung verwechselt werden

Stellen Sie sich eine alltägliche Situation vor. Eine vierzigjährige Frau, nennen wir sie Jana, arbeitet in Vollzeit und kümmert sich um zwei Kinder und den Haushalt. Im letzten Jahr bemerkt sie, dass sie ständig müde ist, obwohl sie ausreichend lange schläft. Sie hat fünf Kilogramm zugenommen, obwohl sie ihre Ernährung nicht wesentlich verändert hat. Ihre Haare werden dünner, die Haut ist trocken, und im Winter plagt sie ein ständiges Kältegefühl, während die Kollegen im Büro im T-Shirt sitzen. Wenn sie mit Freunden darüber spricht, hört sie: „Das ist das Alter, das ist Stress, das ist normal." Doch normal muss das nicht sein.

Eine Schilddrüsenunterfunktion, fachsprachlich Hypothyreose genannt, äußert sich durch eine Reihe von Symptomen, die einzeln betrachtet ziemlich banal sind. Müdigkeit, erhöhte Kälteempfindlichkeit, Verstopfung, trockene Haut, Schwellungen im Gesicht, heisere Stimme, Muskel- und Gelenkschmerzen, verlangsamtes Denken, depressive Verstimmungen und eben jene unerklärliche Gewichtszunahme. Jedes dieser Symptome könnte Dutzende anderer Ursachen haben. Doch wenn mehrere davon gleichzeitig auftreten und über Wochen oder Monate anhalten, ist Aufmerksamkeit geboten.

Am anderen Ende des Spektrums steht die Hyperthyreose, also die übermäßige Schilddrüsentätigkeit. Diese kann sich paradoxerweise ganz anders tarnen – als Angststörung, Herzrhythmusstörung oder einfach als „Nervosität durch Überarbeitung". Der Mensch nimmt ab, obwohl er normal oder sogar mehr isst als früher. Das Herz klopft auch in Ruhe, die Hände zittern, Hitze wird schlecht vertragen, es treten Durchfälle und Schlaflosigkeit auf. Bei älteren Menschen kann sich die Hyperthyreose vor allem durch Herzprobleme äußern und wird daher mit einer rein kardiologischen Erkrankung verwechselt. Die American Thyroid Association gibt auf ihren Seiten an, dass bis zu sechzig Prozent der Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen nichts von ihrer Diagnose wissen – eben wegen der unspezifischen Symptome.

Besonders tückisch ist die Tatsache, dass die Symptome allmählich auftreten. Der Körper passt sich bis zu einem gewissen Grad an die Veränderungen an, sodass sich der Mensch an sein „neues Normal" gewöhnt. Er sagt sich, dass er einfach älter wird, dass er eine anstrengende Phase hat, dass es vorübergehen wird. Doch es geht nicht vorüber. Im Gegenteil – eine unbehandelte Schilddrüsenstörung vertieft sich mit der Zeit und kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen, von Herzproblemen über Fruchtbarkeitsstörungen bis hin zum Myxödemkoma bei schwerer unbehandelter Hypothyreose, was zwar selten, aber ein lebensbedrohlicher Zustand ist.

Es gibt noch eine weitere Dimension, über die weniger gesprochen wird – der Einfluss der Schilddrüse auf die Psyche. Depressionen, Ängste, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, emotionale Labilität – all das können Symptome einer Schilddrüsenerkrankung sein. Viele Patienten gehen zunächst zum Psychiater oder Psychologen, wo sie Antidepressiva verschrieben bekommen, ohne dass jemand an eine einfache Blutuntersuchung denkt. Wie der tschechische Endokrinologie-Professor Václav Zamrazil bemerkte: „Die Schilddrüse ist eine Meisterin der Verkleidung – ihre Erkrankungen können nahezu jede andere Krankheit nachahmen."

Besondere Aufmerksamkeit verdienen auch Lebensabschnitte, in denen die Schilddrüse besonders verletzlich ist. Pubertät, Schwangerschaft, Geburt und Menopause stellen hormonelle Meilensteine dar, während derer sich Schilddrüsenstörungen häufiger manifestieren. Die postpartale Thyreoiditis betrifft etwa fünf bis zehn Prozent der Frauen und wird häufig mit einer Wochenbettdepression oder einfach mit der Erschöpfung durch die Betreuung eines Neugeborenen verwechselt. Ebenso überschneiden sich in der Menopause die Symptome einer Hypothyreose nahezu perfekt mit klimakterischen Beschwerden – Hitzewallungen werden zwar typischerweise mit den Wechseljahren assoziiert, doch unregelmäßiger Herzschlag, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und Müdigkeit können auf beides hindeuten.

Wie man ein Schilddrüsenproblem erkennt und was man dagegen tun kann

Die gute Nachricht ist, dass die Diagnostik von Schilddrüsenerkrankungen relativ einfach und zugänglich ist. Die Grunduntersuchung ist eine Blutabnahme zur Bestimmung des TSH-Spiegels (Thyreoidea-stimulierendes Hormon), das von der Hypophyse produziert wird und die Schilddrüsentätigkeit steuert. Ist der TSH-Spiegel erhöht, arbeitet die Schilddrüse zu wenig, und die Hypophyse versucht, sie „anzutreiben". Ist der TSH-Spiegel erniedrigt, arbeitet die Schilddrüse hingegen zu viel. Zur Präzisierung der Diagnose ergänzt der Arzt üblicherweise die Bestimmung der freien Hormone T3 und T4 sowie der Schilddrüsen-Antikörper, insbesondere Anti-TPO und Anti-TG, die eine autoimmune Grundlage der Erkrankung aufdecken können.

Gerade die Autoimmunthyreoiditis, auch bekannt als Hashimoto-Thyreoiditis, ist die häufigste Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion in Gebieten mit ausreichender Jodversorgung, zu denen die Tschechische Republik gehört. Das Immunsystem greift in diesem Fall irrtümlich das Schilddrüsengewebe an und zerstört es nach und nach. Der Prozess kann Jahre dauern, in denen sich Phasen relativ normaler Funktion mit Episoden der Verschlechterung abwechseln. Das ist ein weiterer Grund, warum Patienten oft lange nicht ahnen, dass etwas nicht stimmt.

Neben den Bluttests spielt die Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse eine wichtige Rolle, die strukturelle Veränderungen aufdecken kann – Knoten, Vergrößerungen, entzündliche Veränderungen oder verdächtige Gebilde. Schilddrüsenknoten sind dabei extrem häufig, sie kommen bei dreißig bis fünfzig Prozent der erwachsenen Bevölkerung vor, und die überwiegende Mehrheit davon ist gutartig. Dennoch ist es wichtig, sie zu beobachten, da ein kleiner Prozentsatz bösartig sein kann.

Was sollte man also tun, wenn man den Verdacht hat, dass die eigene Schilddrüse nicht richtig funktioniert? Der erste Schritt sollte ein Besuch beim Hausarzt mit der Bitte um eine TSH-Untersuchung sein. Dieser Test ist unkompliziert, kostengünstig, und sein Ergebnis liegt in der Regel innerhalb weniger Tage vor. Wenn die Werte außerhalb der Norm liegen, überweist der Hausarzt den Patienten in der Regel an einen Endokrinologen, der eine eingehendere Untersuchung durchführt und eine Behandlung vorschlägt.

Die Behandlung der Hypothyreose besteht in der Substitution des fehlenden Hormons – der Patient nimmt synthetisches Levothyroxin ein (bekannt unter Handelsnamen wie Euthyrox oder Letrox), das das Hormon ersetzt, welches die Schilddrüse nicht in ausreichender Menge produzieren kann. Die Dosierung wird anhand von Kontrollblutentnahmen schrittweise angepasst, bis die Werte im optimalen Bereich liegen. Für die meisten Patienten bedeutet das die lebenslange Einnahme einer Tablette täglich auf nüchternen Magen, was ein relativ unkompliziertes Regime mit minimalen Nebenwirkungen ist, sofern die Dosis richtig eingestellt ist.

Bei der Hyperthyreose ist die Palette der Behandlungsmöglichkeiten breiter – von Thyreostatika, die die übermäßige Hormonproduktion hemmen, über die Radiojodtherapie bis hin zur chirurgischen Entfernung eines Teils oder der gesamten Schilddrüse. Die Wahl hängt von der Ursache, dem Schweregrad und der individuellen Situation des Patienten ab.

Neben der klassischen medizinischen Behandlung gibt es auch unterstützende Maßnahmen, die man selbst ergreifen kann. Eine jod-, selen- und zinkreiche Ernährung unterstützt die korrekte Schilddrüsenfunktion. Jod ist der grundlegende Baustein der Schilddrüsenhormone, und seine Quellen sind Meeresfische, Meeresalgen, jodiertes Salz und Milchprodukte. Selen, das reichlich in Paranüssen, Fisch und Eiern vorkommt, spielt eine Schlüsselrolle bei der Umwandlung des Hormons T4 in das aktivere T3 und schützt gleichzeitig die Schilddrüse vor oxidativem Stress. In der Zeitschrift Nutrients veröffentlichte Studien bestätigen wiederholt den Zusammenhang zwischen Selenmangel und einem erhöhten Risiko für Autoimmunthyreoiditis.

Ebenso wichtig ist es, auf Substanzen zu achten, die die Schilddrüsenfunktion stören können. Übermäßiger Verzehr von rohem Kreuzblütlergemüse (Kohl, Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl) kann bei prädisponierten Personen mit unzureichender Jodzufuhr die Bildung von Schilddrüsenhormonen beeinträchtigen, obwohl es in üblichen Mengen und bei ausgewogener Ernährung kein Problem darstellt. Größere Aufmerksamkeit verdienen einige Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente – beispielsweise kann Biotin, das häufig für die Gesundheit von Haaren und Nägeln eingenommen wird, die Ergebnisse von Schilddrüsen-Labortests verfälschen, weshalb es wichtig ist, den Arzt vor der Blutabnahme über dessen Einnahme zu informieren.

Kehren wir noch einmal zu Jana aus unserem Beispiel zurück. Nach Monaten des Zögerns ging sie schließlich zu ihrer Hausärztin, die Bluttests veranlasste. Das Ergebnis zeigte einen deutlich erhöhten TSH-Wert und positive Anti-TPO-Antikörper – das klassische Bild einer Hashimoto-Thyreoiditis. Jana begann Levothyroxin einzunehmen und spürte innerhalb weniger Wochen eine deutliche Besserung. Die Müdigkeit ließ nach, das Gewicht stabilisierte sich, die Haare hörten auf auszufallen, und sie fühlte sich endlich wieder wie sie selbst. Geschichten wie die von Jana sind in endokrinologischen Praxen völlig alltäglich und werden fast immer vom gleichen Satz begleitet: „Hätte ich das früher gewusst, wäre ich viel eher zum Arzt gegangen."

Und genau darin liegt die Hauptbotschaft. Schilddrüsenerkrankungen sind gut behandelbar, aber nur, wenn sie entdeckt werden. Keine Müdigkeit, die monatelang anhält, ist „normal". Keine unerklärliche Gewichtszunahme ist zwangsläufig eine Folge des Alters. Und keine chronische Reizbarkeit oder depressive Verstimmung muss nur eine Frage der Psyche sein. Ein einfacher Bluttest genügt, um zu zeigen, ob hinter all dem ein kleines schmetterlingsförmiges Organ steckt, das beschlossen hat, anders zu arbeiten, als es sollte. Wer Zweifel hat, sollte nicht warten – der Weg zur Antwort beginnt mit einer einzigen Blutabnahme und kann die Lebensqualität von Grund auf verändern.

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