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Jeder, der sich jemals um einen Garten gekümmert hat, kennt dieses unangenehme Gefühl – man kommt zum Beet und dort wächst etwas. Etwas, das man nicht gepflanzt hat, das man dort nicht haben möchte, und je länger man wartet, desto schwieriger wird es zu entfernen. Manchmal handelt es sich um gewöhnliches Unkraut, manchmal aber um etwas weitaus Tückischeres: eine invasive Pflanze, die in einer einzigen Saison die Kontrolle über eine ganze Gartenecke übernehmen, einheimische Arten verdrängen und Schäden verursachen kann, deren Behebung Jahre dauert.

Invasive Pflanzen sind nicht nur ein gärtnerisches Problem – sie sind eine globale ökologische Herausforderung. Laut Daten der Europäischen Umweltagentur gehört die Ausbreitung gebietsfremder Arten zu den fünf Hauptursachen für den Rückgang der biologischen Vielfalt in Europa. Und die Tschechische Republik bildet dabei keine Ausnahme. In unseren Gärten, entlang von Wegen, in Gräben und an Flussufern haben sich Dutzende von Pflanzenarten angesiedelt, die ursprünglich nicht hierher gehören – und einige von ihnen sind wirklich gefährlich.


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Wie man erkennt, ob es sich um eine invasive Art handelt

Eine invasive Pflanze zu erkennen ist nicht immer einfach, besonders für einen Gärtner, der sich nicht besonders mit Botanik beschäftigt. Dennoch gibt es bestimmte Merkmale, die Aufmerksamkeit erregen sollten. Invasive Pflanzen wachsen auffällig schnell, bilden dichte Bestände, die alles um sie herum unterdrücken, und lassen sich nur sehr schwer entfernen – sei es aufgrund eines tiefen Wurzelsystems, der Fähigkeit zur Regeneration aus kleinen Bruchstücken oder einer massiven Samenproduktion.

Eines der bekanntesten Beispiele ist der Japanische Staudenknöterich (Reynoutria japonica), der im 19. Jahrhundert als Zier- und Futterpflanze nach Europa gelangte. Heute gilt er als eine der aggressivsten invasiven Pflanzen der Welt. Sein Rhizom dringt mehrere Meter tief in den Boden ein, kann durch Beton und Asphalt wachsen, und aus einem einzigen kleinen Wurzelstück wächst innerhalb einer Saison eine neue Pflanze. Wenn Sie diese Pflanze in Ihrem Garten oder in dessen Umgebung entdecken – hohe bambusartige Stängel, herzförmige Blätter und weiße Blüten am Ende des Sommers – ist sofortiges Handeln angebracht.

Ein weiterer unübersehbarer Eindringling ist der Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum), der bis zu drei Meter hoch werden kann und dessen Saft bei Kontakt mit der Haut in Verbindung mit Sonneneinstrahlung schwere Verbrennungen verursacht. Diese Pflanze breitet sich entlang von Wasserläufen aus und dringt in letzter Zeit auch in Gärten in den Randbereichen von Städten und Dörfern vor. Man erkennt sie an den riesigen zusammengesetzten Blättern, dem hohlen gerippten Stängel und den großen weißen Doldenblütenständen.

Zu den weniger dramatischen, aber ebenso problematischen Arten gehören das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera), der Götterbaum (Ailanthus altissima) oder die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) – Letztere kennen viele Menschen als dekorative Gartenstaude und ahnen nicht, dass sie sich von ihren Beeten aus in die umliegende Natur ausbreitet. Genau diese Unauffälligkeit ist eine der größten Fallen: Eine invasive Pflanze muss nicht gefährlich aussehen. Sie kann sogar schön sein.

Wie geht man also vor, wenn man herausfinden möchte, ob eine Pflanze im eigenen Garten invasiv ist? Ein sehr praktisches Werkzeug ist die App iNaturalist, die mithilfe von Fotos und künstlicher Intelligenz eine Pflanze bestimmen und gleichzeitig darauf hinweisen kann, ob es sich um eine invasive Art handelt. Eine weitere zuverlässige Quelle ist die Datenbank Pladias, die vom Botanischen Institut der Tschechischen Akademie der Wissenschaften betrieben wird und in der Verbreitung und Status einzelner Arten in der Tschechischen Republik nachgeschlagen werden können.

Nehmen wir ein praktisches Beispiel: Eine Familie am Stadtrand von Brünn ließ vor einigen Jahren eine Ecke ihres Gartens verwildern, wo sich spontan einige Pflanzen ansiedelten. Die Eigentümer dachten, es handele sich um Ziergras – doch es war Japanischer Staudenknöterich. Innerhalb von drei Jahren bedeckte er eine Fläche von über fünfzig Quadratmetern, wuchs unter dem Zaun zu den Nachbarn durch und begann, unter das Fundament eines gemauerten Gartenpavillons zu dringen. Die Beseitigung dauerte dann zwei volle Saisons intensiver Arbeit.

Was zu tun ist, wenn man eine invasive Pflanze findet

Die Reaktion auf eine invasive Pflanze hängt von der Art, dem Ausmaß des Befalls und den verfügbaren Mitteln ab. Eines ist jedoch allen Situationen gemeinsam: Je früher man handelt, desto besser. Wie der Botaniker und Wissenschaftspopularisator Josef Hlásek sagt: „Invasive Pflanzen sind wie Schulden – je länger man sie ignoriert, desto mehr wachsen sie."

Bei weniger aggressiven Arten wie dem Drüsigen Springkraut oder der Goldrute kann konsequentes und wiederholtes Ausschneiden oder Mähen vor der Samenreife ausreichen. Der Schlüssel liegt im richtigen Timing – die Pflanze muss entfernt werden, bevor sie Samen bildet, sonst ist alle Mühe im nächsten Jahr vergebens. Die Goldrute sollte spätestens im Juli gemäht werden, das Springkraut idealerweise im Juni bis Anfang Juli.

Beim Japanischen Staudenknöterich ist die Situation deutlich komplizierter. Mechanisches Entfernen allein reicht nicht aus – jedes Ausgraben der Rhizome muss absolut gründlich erfolgen, da selbst ein kleines Wurzelbruchstück im Boden ein Wiederaustreiben garantiert. Erfahrene Gärtner empfehlen eine Kombination aus wiederholtem Mähen (mindestens alle zwei Wochen die gesamte Saison) und gegebenenfalls einer chemischen Behandlung, wenn die Situation es erfordert. Chemische Mittel sollten jedoch immer das letzte Mittel sein, insbesondere in der Nähe von Wasserläufen, wo eine Wasserverschmutzung droht.

Beim Riesenbärenklau wird empfohlen, nicht ohne Schutzausrüstung zu arbeiten – Gummihandschuhe, lange Ärmel und nach Möglichkeit eine Schutzbrille sind absolut notwendig. Die Pflanze muss unterhalb der Erdoberfläche ausgeschnitten werden, am besten im frühen Frühjahr vor der Blattentfaltung, oder im Sommer wiederholt gemäht werden, damit sie durch Photosynthese keine Reserven in den Wurzeln aufbauen kann.

Es gibt auch biologische Methoden zur Bekämpfung invasiver Pflanzen, die schonender für die Umwelt sind. Zum Beispiel spezifische Insekten oder Pathogene, die sich von einer bestimmten invasiven Art ernähren, ohne die einheimische Flora zu gefährden. Diese Methoden befinden sich noch weitgehend im Forschungsstadium, werden aber in einigen Ländern erfolgreich erprobt – etwa die Einführung der Blattlaus Aphalara itadori als biologisches Bekämpfungsmittel gegen den Japanischen Staudenknöterich in Großbritannien.

Was tun mit dem entfernten Material? Das ist eine Frage, von der der Erfolg des gesamten Vorhabens abhängt. Invasive Pflanzen dürfen nicht auf den Kompost – die meisten von ihnen sind in der Lage, sich sogar aus kleinen Resten zu regenerieren. Das richtige Vorgehen ist, die Pflanzen in der Sonne trocknen zu lassen (wenn sie keine Samen tragen) oder sie zu einer kontrollierten Kompostieranlage zu bringen, wo sie bei ausreichend hohen Temperaturen verarbeitet werden, um lebensfähige Pflanzenteile abzutöten. Samen und Rhizome verbrennt man am sichersten oder bringt sie zur kommunalen Müllverbrennungsanlage.

Vorbeugung ist besser als Heilen

Die beste Strategie gegen invasive Pflanzen ist natürlich, sie gar nicht erst in den Garten zu lassen. Das klingt einfach, erfordert aber in der Praxis eine gewisse Wachsamkeit. Invasive Arten verbreiten sich nämlich auf verschiedenen Wegen – durch Wind, Wasser, durch Vögel, aber auch durch Gartenerde, Substrate oder sogar durch gekaufte Pflanzen. Minderwertiger Gartenboden oder Kompost aus ungeprüften Quellen kann Samen oder Wurzelteile invasiver Arten enthalten.

Es empfiehlt sich, Pflanzen und Erde von geprüften Lieferanten zu kaufen, die auf die Qualität und Herkunft des Materials achten. Ebenso wichtig ist es, zu beobachten, was entlang von Zäunen, bei Nachbarn und in der Umgebung des Gartens wächst – invasive Pflanzen brauchen keine Einladung, sie kommen von selbst. Regelmäßige Kontrollen der Beete und Grundstücksgrenzen, besonders im Frühjahr und zu Beginn des Sommers, ermöglichen es, neue Vorkommen zu entdecken, bevor sie sich ausbreiten können.

Eine große Rolle spielt auch die Auswahl der Gartenpflanzen. Einige Arten, die in Gärtnereien nach wie vor als Zierstauden oder Ziersträucher verkauft werden, sind tatsächlich invasiv oder haben invasives Potenzial. Dazu gehören beispielsweise bestimmte Goldruten-Sorten, der Schmetterlingsstrauch (Buddleja davidii) oder einige Knöterich-Arten. Bevor man eine unbekannte Pflanze kauft, lohnt es sich, ihren Status zu überprüfen – etwa in der Datenbank Pladias oder auf der Website des Botanischen Gartens der Stadt Prag, der regelmäßig Aufklärungsmaterialien zu invasiven Arten veröffentlicht.

Wenn man noch einen Schritt weitergehen möchte, kann man seinen Garten aktiv in ein Refugium für einheimische Arten verwandeln. Das Anpflanzen einheimischer Pflanzen – wie verschiedene Glockenblumen-Arten, Margeriten, Salbei oder Wildgräser – unterdrückt nicht nur den Raum für invasive Eindringlinge, sondern unterstützt gleichzeitig einheimische Bestäuber und andere Tiere, die auf bestimmte Pflanzenarten angewiesen sind. Gärten mit einer vielfältigen einheimischen Flora sind widerstandsfähiger gegen Invasionen als solche mit Monokulturen oder großen Flächen nackter Erde.

Die tschechische Gesetzgebung im Bereich invasiver Arten basiert auf der Verordnung der Europäischen Union Nr. 1143/2014, die eine Liste invasiver Arten von unionsweiter Bedeutung und die Pflichten der Mitgliedstaaten zu deren Regulierung festlegt. Grundstückseigentümer sind in bestimmten Fällen sogar gesetzlich verpflichtet, invasive Pflanzen zu bekämpfen – insbesondere wenn es sich um Arten aus der EU-Liste handelt und ihre Ausbreitung umliegende Ökosysteme oder benachbarte Grundstücke gefährdet. Informationen zu den konkreten Pflichten können beim zuständigen Gemeindeamt oder bei der Agentur für Naturschutz und Landschaftspflege der Tschechischen Republik eingeholt werden.

Die Pflege eines Gartens ohne invasive Pflanzen ist nicht nur eine Frage der Ästhetik oder des Komforts. Es ist eine bewusste Entscheidung, zum Schutz der heimischen Natur beizutragen, die Artenvielfalt zu fördern und künftigen Generationen eine Landschaft zu hinterlassen, die reicher, gesünder und widerstandsfähiger ist. Und das ist eine etwas erhöhte Aufmerksamkeit bei der Frühjahrskontrolle der Beete durchaus wert.

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