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Nichtstun ist wichtig für die Gesundheit, da es Körper und Geist die verlorene Ruhe zurückbringt.

Es scheint ein Paradoxon zu sein: In einer Zeit, in der viel über Produktivität, Selbstdisziplin und die „Maximierung“ jeder Stunde gesprochen wird, wird die seltenste Fähigkeit die Kunst des Nichtstuns. Nicht als Faulheit oder Flucht vor Verpflichtungen, sondern als bewusstes Innehalten, das Körper und Geist Raum gibt. Wie viele Menschen können heute eigentlich einfach nur dasitzen, aus dem Fenster schauen und nichts tun, ohne automatisch zum Telefon zu greifen? Genau hier zeigt sich, warum Nichtstun wichtig für die Gesundheit ist und warum es zu einer kleinen, aber überraschend effektiven Gewohnheit für das tägliche Leben wird.

Das Verlangsamen hat zudem einen versteckten Vorteil: Es ist kein Trend, der teure Ausrüstung oder einen komplizierten Plan erfordert. Es ist eine Rückkehr zu etwas, das lange selbstverständlich war. Doch die moderne Welt hat inzwischen die Vorstellung entwickelt, dass man sich Ruhe verdienen muss und dass die „richtige“ Entspannung zumindest ein wenig aktiv sein sollte – idealerweise messbar. Doch der Körper ruht oft erst dann wirklich, wenn wir ihm erlauben, gar nichts zu tun.


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Warum Nichtstun wichtig für die Gesundheit ist (und warum es keine Faulheit ist)

Nichtstun im besten Sinne ist keine passive Leblosigkeit. Es ist eine kurze Zeit, in der sich ein Mensch bewusst aufhört zu bemühen: Er optimiert nicht, bewertet nicht, wechselt nicht zum nächsten Auftrag. Und genau dadurch werden Prozesse ausgelöst, die für die Gesundheit entscheidend sind. Der Organismus ist keine Maschine, die immer gleich läuft; er braucht den Wechsel von Anstrengung und Ruhe. Wenn die Ruhe fehlt, beginnt der Körper, sie einzufordern – durch Müdigkeit, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit oder häufigere Krankheiten.

In Bezug auf Stress wird oft gesagt, dass langfristige Anspannung den Körper in Alarmbereitschaft hält. Das bedeutet höhere „innere Drehzahlen“: schnellere Gedanken, angespannte Muskeln, flacher Atem. In einem solchen Modus ruht man nur halb. Nichtstun hingegen ist ein Signal: Jetzt muss man weder kämpfen noch flüchten noch etwas beweisen. Einen interessanten Kontext bietet zum Beispiel der Bericht über Stress und seine Auswirkungen auf den Körper von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der daran erinnert, dass Stress nicht nur eine „psychische Sache“ ist, sondern ein Zustand, der den gesamten Organismus betrifft.

Wichtig ist auch, was im Kopf passiert. Wenn äußere Reize leiser werden, beginnt das Gehirn oft „aufzuräumen“: Es verbindet Informationen, verarbeitet Emotionen, vervollständigt unvollständige Gedanken. Es ist kein Zufall, dass viele gute Ideen unter der Dusche, beim Spaziergang oder beim ziellosen Blick in die Landschaft entstehen. Wissenschaftler beschreiben dies auch durch das sogenannte Default Mode Network – ein System, das aktiv ist, wenn der Mensch nicht auf eine bestimmte Aufgabe fokussiert ist. Für den Laien ist vor allem wichtig, dass Nichtstun keine Leere ist, sondern eine andere Art von geistiger Aktivität, die für die Psyche sehr heilsam sein kann.

Und dann gibt es noch eine weitere Dimension, die oft übersehen wird: Nichtstun als Prävention. Nicht erst warten, bis Erschöpfung auftritt, sondern kleine Pausen in den Tag einbauen, die als Ventil wirken. Sobald dies zur Regel wird, bemerkt man, dass man leichter atmet, leichter einschläft und insgesamt weniger innerlich „zittert“. Es ist unscheinbar, aber effektiv.

Wie Nichtstun der Psyche und dem Körper hilft: Ruhe als Rückkehr zur Realität

Die Psyche ist heute oft nicht von dem, was passiert, sondern von dem, was ständig passiert, erschöpft. Ständige Umschaltung der Aufmerksamkeit, kleine Benachrichtigungen, offene Registerkarten im Kopf. Nichtstun ist in diesem Sinne eine einfache, aber radikale Praxis: Man lässt sich eine Weile nicht von den Fäden ziehen.

Wenn darüber gesprochen wird, wie Nichtstun der Psyche hilft, geht es nicht nur um „bessere Laune“. Es geht um die Fähigkeit, Spannungen zu regulieren. Ein kurzes Anhalten kann den inneren Druck senken, weil es dem Gehirn eine klare Information gibt, dass jetzt nicht reagiert werden muss. Das wirkt sich allmählich auch auf zwischenmenschliche Beziehungen aus – man hat mehr Geduld, explodiert weniger, bemerkt besser die Signale des eigenen Körpers. Und der Körper spricht ziemlich laut: steifer Nacken, verspannte Kiefer, schwerer Magen. Wenn man langsamer wird, können diese Signale erfasst werden, bevor sie zu einem Problem werden.

Der gesundheitliche Aspekt ist ähnlich praktisch. Wirkliche Erholung fördert die Regeneration, sei es von Muskeln, dem Nervensystem oder dem Immunsystem. Zuverlässige Informationen über die Bedeutung von Schlaf und Erholung für die Gesundheit fasst zum Beispiel der Nationale Gesundheitsdienst im Vereinigten Königreich (NHS) zusammen, der seit langem darauf hinweist, dass Müdigkeit nicht nur durch „Durchhalten“ gelöst wird, sondern vor allem durch einen regelmäßigen Rhythmus und qualitativ hochwertige Ruhe. Nichtstun ist zwar kein Schlaf, kann aber eine Brücke dazu sein – besonders für Menschen, die abends ihren Kopf nicht abschalten können.

Im wirklichen Leben sieht das oft so aus: Man kommt nach Hause und anstatt sich wirklich auszuruhen, schaltet man in die zweite Schicht um. Aufräumen, schnelle Antworten auf Nachrichten, „nur“ E-Mails checken, „nur“ ein paar Minuten in sozialen Netzwerken. Plötzlich ist es zehn Uhr abends und der Körper ist paradoxerweise noch mehr aufgedreht als tagsüber. Ein Beispiel aus dem Alltag zeigt, wie eine kleine Veränderung einen großen Unterschied machen kann: Stellen wir uns eine Mutter (oder einen Vater) von zwei Kindern vor, die nach der Arbeit den Kopf voller Pflichten hat. Anstatt automatisch zu scrollen, setzt sie sich für zehn Minuten in einen Sessel, lässt das Telefon in einem anderen Raum und beobachtet einfach, wie sich ihre Brust beim Atmen hebt und senkt. Währenddessen malen die Kinder. Nach zehn Minuten ist sie kein „neuer Mensch“, aber der Druck im Kopf lässt nach und der Abend verläuft plötzlich ruhiger. Das ist Nichtstun in der Praxis: ein kurzes Fenster, in dem der Körper wirklich zur Ruhe kommt.

Dabei gibt es auch einen wichtigen Unterschied zwischen Ruhe und Unterhaltung. Unterhaltung kann großartig sein, ist aber oft stimulierend. Serien, soziale Netzwerke oder sogar einige „entspannende“ Aktivitäten können das Gehirn im Modus der Reizaufnahme halten. Nichtstun hingegen ist die absichtliche Reduzierung von Reizen auf ein Minimum. Wie ein oft zitiertes Prinzip es ausdrückt: „Ruhe ist keine Belohnung für Leistung, sondern eine Voraussetzung, um langfristig funktionieren zu können.“ Dieser Satz mag einfach klingen, aber für viele Menschen ist es eine völlig andere Denkweise.

Wie man lernen kann, langsamer zu werden und anzuhalten: Tipps, damit der Körper wirklich ruht

Das Schwierigste am Nichtstun ist oft, dass man sich selbst begegnet. Plötzlich gibt es nichts zu „lösen“ und das Gehirn zieht eine Liste von Aufgaben, Sorgen oder Schuldgefühlen hervor. Das ist normal. Ziel ist es nicht, sofort einen leeren Kopf zu haben, sondern einen Raum zu schaffen, in dem Gedanken durchgehen können, ohne dass man handeln muss.

Damit Nichtstun funktioniert, sollte man es sich vereinfachen. Es nicht zu einem weiteren Projekt machen, sondern eher zu einem kleinen Ritual. Hilfreich ist auch eine kleine Veränderung der Umgebung: ein offenes Fenster, warmer Tee, ein paar Minuten auf dem Balkon, ein kurzes Sitzen auf einer Bank auf dem Heimweg. In einem nachhaltigen Haushalt wird oft gesagt, dass weniger Dinge weniger Reize bedeuten – und ähnlich funktioniert es auch im Kopf. Je weniger „Störungen“, desto einfacher ist es, langsamer zu werden.

Nachfolgend ist eine einzige praktische Liste, die als sanfter Start dienen kann. Es geht nicht um Regeln, sondern um Tipps, wie man lernen kann, langsamer zu werden und für eine Weile nichts zu tun, damit Ruhe nicht nur eine weitere Aktivität ist:

  • Führen Sie eine Mini-Pause ohne Telefon ein: 7–10 Minuten täglich, idealerweise zur gleichen Zeit. Telefon außer Reichweite, keine Musik, kein Lesen. Einfach nur sitzen oder liegen und den Körper „fallen lassen“.
  • Versuchen Sie, wie früher aus dem Fenster zu schauen: Es klingt banal, aber die Augen und das Gehirn entspannen sich, wenn sie einen entfernten Punkt, die Bewegung der Bäume oder den Himmel beobachten. Es ist ein einfacher Trick gegen Bildschirmüberlastung.
  • Erlauben Sie sich, nicht zu beenden: Nichtstun scheitert oft am Bedürfnis „noch schnell erledigen“. Hilfreich ist der Satz: Das kann warten. Nicht alles muss heute fertig sein.
  • Verlangsamen Sie Übergänge: Der größte Stress entsteht oft zwischen Aktivitäten. Versuchen Sie, sich nach der Arbeit zwei Minuten ins Auto zu setzen, auf eine Bank vor dem Haus oder einfach im Flur zu stehen und ein paar Mal zu atmen, bevor Sie zu Hause „funktionieren“.
  • Tragen Sie Ruhe in den Kalender ein: Nicht als Leistung, sondern als Schutz. Vielleicht 15 Minuten nach dem Mittagessen am Wochenende, wenn die einzige Aufgabe „nicht nützlich sein“ ist.
  • Nehmen Sie den Körper wahr, nicht den Plan: Wenn der Drang, etwas zu tun, aufkommt, versuchen Sie wahrzunehmen, wo im Körper Spannung ist – Schultern, Bauch, Kiefer. Schon das bloße Benennen reduziert oft die Spannung.

Eine große Rolle spielt auch die Umgebung, die das Nichtstun ermöglicht. Manchmal genügen Kleinigkeiten: angenehmes Licht, weniger Lärm, Luft ohne synthetische Düfte, die für empfindlichere Menschen störend wirken können. Ebenso hilft es, wenn das Zuhause so eingerichtet ist, dass es nicht wie eine endlose Aufgabenliste wirkt. Ein nachhaltiger Ansatz im Haushalt – weniger Überflüssiges, mehr hochwertige und langlebige Dinge – kann paradoxerweise auch die psychische Ruhe fördern, da er den „visuellen Lärm“ reduziert. Und wenn man sich ausruht, ist es einfacher, sich wirklich zu entspannen.

Interessanterweise lernt sich Nichtstun oft besser in der Gesellschaft der Natur als zwischen vier Wänden. Ein kurzes Sitzen im Park ohne Ziel, ohne Kopfhörer und ohne Fotografieren kann mehr bewirken als eine Stunde „aktiver Entspannung“. Es ist nicht nötig, weit zu reisen; wichtig sind Regelmäßigkeit und Einfachheit. Und wenn es draußen nicht möglich ist, funktioniert auch eine kleine Ecke zu Hause, in der nichts „gelöst“ wird – ein Sessel, eine Decke, eine Pflanze, Stille.

Zu einem bestimmten Zeitpunkt erscheint die Frage: Was, wenn das Nichtstun nicht funktioniert, weil der Kopf weiterrennt? Dann hilft es, die Erwartungen zu ändern. Nichtstun ist keine Meditationsleistung, bei der bewertet wird, ob es „geklappt hat“. Es ist eher eine Rückkehr zur Grundeinstellung: sitzen, atmen, sein. Wenn die Gedanken losrennen, kann man sie im Hintergrund wie ein Radio laufen lassen. Der Körper bekommt trotzdem das Signal, dass er jetzt nicht hetzen muss.

Und vielleicht das Praktischste ist es, aufzuhören, auf ideale Bedingungen zu warten. Viele Menschen sagen sich, dass sie sich ausruhen werden, wenn alles erledigt ist. Doch „erledigt“ tritt im modernen Leben fast nie ein. Die Kunst des Nichtstuns ist daher auch die Kunst, sich für Ruhe inmitten von Unvollkommenheit zu entscheiden. Nicht als Resignation, sondern als tägliche Hygiene des Nervensystems.

Am Ende zeigt sich, dass Nichtstun keine verlorene Zeit ist, sondern eine Investition, damit Zeit überhaupt Sinn macht. Wenn man lernt, zumindest gelegentlich anzuhalten und langsamer zu werden, beginnt man wieder, Kleinigkeiten wahrzunehmen: den Geschmack des Essens, die Wärme der Sonne im Gesicht, die Stille nach dem Regen, die einfache Erleichterung darüber, dass es nicht nötig ist, immer auf der Hut zu sein. Und genau in diesen unscheinbaren Momenten kehrt der Körper am häufigsten in einen Zustand zurück, den er aus der Kindheit kennt – in eine Ruhe, in der man wirklich durchatmen kann.

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